Kontaktieren Sie uns

Brühl

250 Gäste bei der Eröffnung der Milchbar

Tolles Fest im LVR-Freilichtmuseum Kommern

Veröffentlicht vor

am

Per Bandschnitt durch Janette Muschenich (2.v.l.) und Vertreter:innen des Freilichtmuseums und des LVR ist die Milchbar offiziell eröffnet.

Mit 250 Gästen – mehr waren nicht erlaubt – feiert der Landschaftsverband Rheinland im Freilichtmuseum Kommern die Eröffnung der Brühler Milchbar. Der Senatschor der Fidelen Bröhler/Falkenjäger singt dazu u.a. das Lied „Hallo, Milchbar“. Museumsdirektor Dr. Josef Mangold begrüßte die Gäste, allen voran Janette Muschenich. Die Schwester des letzten Milchbar-Besitzers Mike Smith hatte den Umzug des Zeitdokuments nach Kommern erst möglich gemacht. Ehrengäste waren die Landschaftsversammlung-Vorsitzende Anne Henk-Holstein und Brühls Vizebürgermeisterin Pia Regh. Und unter den Brühler Gästen waren natürlich auch viele der ehemaligen Nachbarn der Milchbar.

Milchbar durch Starkregen fast verloren

Fast genau auf den Tag vor zwei Jahren war das Gebäude aus den 1950er-Jahren per Tieflader abtransportiert worden. „Damals herrschte Volksfeststimmung in der Carl-Schurz-Straße in Brühl. Es war ein echtes Gänsehautgefühl“, erinnert sich Dr. Mangold. „Und fast hätten wir die Milchbar durch die Flutkatastrophe verloren“, sagt er. Erst durch den mutigen Einsatz eines Mitarbeiters sei Schlimmeres verhindert worden. Er hatte eine Abzugsgraben für die Wassermassen ausgehoben. Mangold war durch den Brühler Hans-Theo Gerhards, selbst in Diensten des LVR, auf die Milchbar aufmerksam gemacht worden. „Es war für mich wie eine Reise in die eigene Vergangenheit“, sagt der Museumschef. „Als dann Herbert Poetes anrief, dass die Milchbar abgerissen werden sollte, galt es schnell zu handeln“.

Die Geschichten dahinter

Der verantwortliche Projektleiter Dr. Carsten Vorweg erinnert anschließend daran, was dann geschah. 72 Tonnen Gebäudemasse mussten unter schwierigsten Bedingungen herausgehoben werden. Fast hätte ein falsch verankerter Elektrokasten  das Gebäude in Gefahr gebracht. Mithilfe des THW, das einen Baum „wegbiegen“ musste, wurde der Tieflader-Transport nach 15 Stunden erfolgreich beendet.

Nach ihrer Restaurierung beherbergt die Milchbar eine Ausstellung mit Artefakten ihrer über 60-jährigen Geschichte. „Das Museum lebt durch die Geschichten der Menschen dahinter“, sagt Dr. Vorweg. Und deshalb dankte er den vielen Zeitzeugen, durch deren Erinnerungen die Milchbar wieder ins Leben zurückgekehrt sei.

Im Freilichtmuseum werden nun die beiden prägenden Phasen der Milchbargeschichte im gewollten Spannungsfeld nebeneinander gezeigt. Diese waren die ersten Jahre als Bar nach amerikanischen Vorbild sowie die Rockerzeit. Alles wurde hervorragend wissenschaftlich aufgearbeitet und ist im Bereich „Marktplatz Rheinland“ ab sofort zu sehen. Infos zum Museumsbesuch und zur Milchbar finden Interessierte unter: www.kommern.lvr.de.

Brühl | Aktuelles

Brühl: Teilsperrung A553

Instandsetzung einer abgesackten Böschung sorgt für Beeinträchtigung

Veröffentlicht vor

am

Ein Fahrstreifen der A553 ab Anschlusstelle Brühl muss teilweise gesperrt werden / Foto: pixabay

Aufgrund einer Böschung die durch den Starkregen im Juli abgesackt ist, wird die A553 in Fahrtrichtung Köln voraussichtlich bis Mitte nächsten Monats einspurig sein. Die Autobahn GmbH Rheinland stellt die Böschung wieder her.

Weiterlesen

Brühl | Leben & Menschen

Kleingärtner vom Hochwasser betroffen

KSK-Spende für Sanierung der Wege

Veröffentlicht vor

am

Vorsitzender Michael Hillmann (l.) freut sich über die große Spende für den Kleingärtnerverein, die Filialdirektor Stefan Grathwohl überreicht. Foto: Kleingärtnerverein Brühl

In diesen Tagen überreicht Filialdirektor Stefan Grathwohl eine Spende der Kreissparkasse Köln über 1000 Euro an den Kleingärtnerverein Brühl. Stellvertretend nimmt der Vorstand des Vereins den Scheck entgegen. Vorsitzender Michael Hillmann dankt im Namen aller Kleingärtner und Kleingärtnerinnen für die großzügige finanzielle Unterstützung.

Notwendige Sanierung

Das Geld ist für die dringend notwendige Sanierung der Wege auf dem Gelände des Vereins vorgesehen. Sie waren durch das Hochwassergeschehen im Juli stark geschädigt wurden. Alle Kleingärtner haben bereits Vorarbeiten geleistet und die Wege notdürftig repariert. „Jetzt müssen sie aber noch mit Split verfüllt und mit schwerem Gerät ordentlich befestigt werden“, so Hillmann. Die Kosten seien aber für den Verein allein schwer zu stemmen.

Die durch das Hochwasser stark beschädigten Wege der Vereinsanlage. Foto: Kleingärtnerverein Brühl

Gärtnern und Erholung

Der Kleingärtnerverein Brühl ist ein gemeinnütziger Verein und umfasst 31 Kleingärten in Brühl-Eckdorf. Wie alle Kleingartenvereine hat er das Ziel, vor allem Familien mit Kindern, die nicht über einen eigenen Garten verfügen, die Möglichkeit zum Gärtnern und zur Erholung in freier Natur zu bieten. Darüber hinaus sind die Gärten eine wertvolle ökologische Nische für Insekten, Vögel, Kleintiere und die Pflanzenvielfalt. Weitere Infos zur Vereinsarbeit erhält man unter: https://www.kleingaertnerverein-bruehl.de.

Weiterlesen

Brühl | Leben & Menschen

Fortschritte in der Frauenmedizin beim Marienhospital Brühl

Marienhospital hat mit Wael Hosni Spezialisten für neue OP-Methode

Veröffentlicht vor

am

Wael Hosni
Wael Hosni, Oberarzt im Marienhospital Brühl / Foto: Marienhospital Brühl

Wael Hosni ist Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe und seit 2017 Oberarzt im Marienhospital Brühl. Jetzt wurde er in Belgien zum Spezialisten für eine neue Operationsmethode ausgebildet, die in Deutschland nur drei weitere Kliniken anbieten. Wir sprechen mit dem Mediziner über das neue Behandlungsangebot für Patientinnen.

Welche Erkrankungen können Sie mit dem neuen vNOTES-Verfahren behandeln?


Zu uns kommen Frauen mit unterschiedlichen Beschwerden und Erkrankungen. Wenn zum Beispiel die Gebärmutter, Myome, Zysten oder Eierstöcke entfernt werden müssen, ist diese Operationsmethode sehr fortschrittlich und präzise. Die ersten Patientinnen haben wir damit in Brühl erfolgreich operiert.

Mit kleinem Schnitt zum großen Fortschritt: Wie funktioniert die neue Operationsmethode?


Üblicherweise gibt es drei verschiedene und herkömmliche Methoden: der Eingriff durch die Vagina, den Bauchschnitt oder den laparoskopischen Eingriff durch den Bauchnabel. vNOTES ist eine Weiterentwicklung der konventionellen Laparoskopie. Bei dieser Methode werden die benötigten Instrumente für eine minimalinvasive Operation nicht mehr über Hautschnitte in den Bauch eingeführt, sondern über die Vagina.

Worin liegen die Vorteile für die Patientinnen der neuen Technik?


Die Wundheilung ist geringer, die Frauen haben nach der Operation weniger Schmerzen und können schneller wieder nach Hause. Unsere Patientinnen sind früher wieder körperlich fit und beweglich. Hinzu kommt auch ein kosmetischer Aspekt, es bleiben keine Narben wie etwa bei einem Bauchschnitt zurück. Auch bei üblichen anderen laparoskopischen Schnitten können kleine Narben zurückbleiben, die mit der neuen Technik verschwinden.

Also raten Sie zu dieser Methode eher aus kosmetischer Sicht?


Nein, das wäre unseriös und kommt für uns nicht in Frage. Wir haben keine Schablone für unsere Patientinnen, wir berücksichtigen immer die Individualität. Deshalb sind neben einer genauen Untersuchung und Diagnostik ausführliche Gespräche mit der Patientin wichtig. Erst dann können wir entscheiden, mit welcher Operationsmethode wir am besten die Patientin behandeln können. Unsere Aufgabe ist also nicht nur eine rein medizinische Aufklärung und Beratung –  sondern ein offenes Ohr für die Belange der Frauen zu haben. Ich bin dankbar, dass wir in unserem Team diese Sichtweise teilen.

Trend oder Fortschritt: Wonach beurteilen Sie, wann eine neue Methode erfolgreich ist?


Wir sind innovativen Methoden gegenüber offen. Erst wenn wir aber überzeugt sind und die Vorteile für unsere Patientinnen sehen, implementieren wir gerne neue Behandlungsmethoden.

Das OP-Team der Gynäkologie im Marienhospital Brühl freut sich über den Erfolg der neuen Methode / Foto: Marienhospital Brühl

Nähere Infos:
Fachabteilung Gynäkologie und Geburtshilfe im Marienhospital Brühl
Tel. 02232 / 74-280 (Sekretariat), Mühlenstr. 21-25, 50321 Brühl
www.marienhospital-bruehl.de

Weiterlesen

Brühl | Leben & Menschen

Im Gespräch mit Dr. med. Armin Bauer

Veröffentlicht vor

am

Dr. med. Armin Bauer ist Chefarzt der Orthopädie/Unfallchirurgie im Marienhospital Brühl und Leiter des zertifizierten Endoprothetikzentrums. / Foto: Marienhospital Brühl

Dr. med. Armin Bauer ist Chefarzt der Orthopädie/Unfallchirurgie im Marienhospital Brühl und Leiter des zertifizierten Endoprothetikzentrums. In diesem Interview gibt er nützliche Tipps und Tricks rund um das Thema „Gelenke fit halten“.

Runter vom Sofa, rein ins Vergnügen. Doch in Zeiten der Pandemie kommt die Bewegung bei vielen Menschen zu kurz. Was raten Sie, um die Gelenke fit zu halten?

Das Sprichwort „Wer rastet der rostet“ hat hier eine tiefe Weisheit. Es reicht schon aus, wenn der normale Alltagsathlet täglich 20 Minuten sportlich aktiv ist, das zeigen auch Studien der Weltgesundheitsorganisation. Es kommt nicht auf Höchstleistung an. Wandern, Radfahren oder Schwimmen sind zum Beispiel sehr wirksam. Zuvor sollte durch den Hausarzt oder Facharzt ein medizinischer Check-up erfolgen. Für den Hobby- und Breitensportler ist das Wichtigste, in Bewegung zu bleiben. So werden Herz und Kreislauf trainiert und fit gehalten.


Haben Sie Tipps für uns, wie wir Bewegung in unseren Alltag integrieren können?

Es ist gar nicht so schwer: Nutzen Sie Treppe statt Aufzug. Fahren Sie mit dem Rad zur Arbeit, nicht ausschließlich mit dem Auto. Achten Sie dabei immer auf Ihre eigene Motivationsbereitschaft. Bewegen Sie sich abends oder morgens lieber? Und was macht Ihnen Spaß, das ist ganz wichtig, um am Ball zu bleiben.

In Ihrem Klinikalltag kümmern Sie und Ihr Team sich um Patienten, die eine Verletzung oder eine  Gelenkerkrankung haben?

Ja, unser Behandlungsspektrum ist breit. Unsere unfallchirurgische Ambulanz ist mit einem Operationsteam und Fachärzten rund um die Uhr für Sie im Einsatz.

An erster Stelle stehen die Wiederherstellung der schmerzfreien Funktionen und der Erhalt der Mobilität.

Wir setzen auf mikroskopische und minimalinvasive Operationsverfahren und verwenden hochwertigste Materialien. Mit den niedergelassenen Kollegen kooperieren wir sehr eng  – und erst wenn alle Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft sind, stellen wir die OP-Indikation. Im Fall, dass ein künstliches Gelenk eingesetzt oder ausgetauscht werden muss, sind Sie in unserem Endoprothetikzentrum an der richtigen Adresse. An erster Stelle steht für uns grundsätzlich Ihre Gesundheit und Lebensqualität!

Nähere Infos:
Fachabteilung Orthopädie/Unfallchirurgie im Marienhospital Brühl
Tel. 02232 / 74-247 (Sekretariat), Mühlenstr. 21-25, 50321 Brühl
www.marienhospital-bruehl.de

Weiterlesen

Brühl | Leben & Menschen

Mein Coronajahr der Kunst: Gaby Zimmermann

Veröffentlicht vor

am

Gaby Zimmermann, Vorsitzende des Brühler Kunstvereins. Foto: Harald Zeyen

Gaby Zimmermann ist Vorsitzende des Brühler Kunstvereins. Seit einem Jahr ist das Leben vieler Kulturschaffenden durch Corona vielfach zum Erliegen gekommen. Museen mussten schließen, Ausstellungen wurden abgesagt. Nicht so beim Kunstverein in der Schlossstadt. Fast das komplette Jahresprogramm für 2020 konnte „durchgezogen“ werden. Wie, das verrät sie in einem Gespräch mit BRUEHL.report.

Erste Ausstellung abgebrochen

Der erste kleinere Einschränkung begann mit der Ausstellung „Aus den Gärten komme ich zu Euch“ von Christina Fausten. Nach einer Woche musste die Werkschau Mitte März abgebrochen werden. „Wir haben dann schnell umgeswitcht und haben einen Film über die Ausstellung und ein Interview mit ihr ersatzweise ins Netz gestellt“, sagt Zimmermann. Man sei die ersten gewesen, die eine solche Ausstellung einmal gefilmt hätten.

Vernissage auf drei Tage verteilt

Weiter ging es im Juni mit der Ausstellung „Menschen mit medizinisch-wissenschaftlich bedingten Evolutionssprüngen“. „Die beiden Künstler Anica Blagaj und Franco Melis hatten die Idee: Machen wir doch eine Vernissage auf drei Tage verteilt.“ Das sei dann gemacht worden, am ersten Tag mit einem Redner und anschließend mit Ansprachen von Melis, der auch Schauspieler ist.

„Natürlich wurden die Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten. Und wir hatten den großen Vorteil, dass wir alle Eröffnungen draußen vor dem Ausstellungsraum machen konnten. Wir hatten immer schönes Wetter“, so Zimmermann. Ein weiterer Vorteil war, dass der Raum zwei Ausgänge besitzt und man die Besucher quasi im Einbahn-System durch die Ausstellungen führen konnte.

Neue Ideen entwickelt

„Wir haben dann Ideen entwickelt, wie wir Kunst im Freien entdecken könnten“, erzählt die Kunstvereinsvorsitzende. Im Sommer wurde dann eine Radtour unternommen, und zwar entlang des Skulpturenufers von Rolandseck nach Remagen. Im August ging es dann auf Exkursion durch Privatgärten in Sürth. Dort haben sich Künstler, Gartenbesitzer und neun Bienenvölker unter dem Titel „KunstHonig – von Beuten, Skulpturen und Vorstadtgärten zusammengefunden.“ „Unsere dritte Aktion war dann in Brühl. „Von Turm zu Turm“ hieß die Tour mit dem Brühl-Kenner Wilfried Schulz-Rotter. Zu erleben waren auf einer Strecke vom Kletterturm bis zum Wasserturm u.a. Sgraffitos des Brühler Kunstmalers Gerhard Hoffschulz. Meist nicht wahrgenommen, doch stets präsent findet man ein sehr großes von ihm über dem Zoom-Kino. „Alles sehr kurzweilig, auch wenn die Tour zweieinhalb Stunden gedauert hat“, sagt Zimmermann.

Mehr Verkäufe als in den Vorjahren

Erfreulicherweise seien im Rahmen der Veranstaltungen keine Ansteckungen bzw. Erkrankungen bekannt geworden. Ein voller Erfolg war die Mitgliederausstellung „Interim 20“ mit sehr vielen Besuchern im Hochsommer. Die Eröffnungsrede hielt Bürgermeister Dieter Freytag, und es gab Musik im Park des Marienhospitals. Die letzte „vollständige“ Ausstellung war im September. Rita Rohlfing zeigte „new works“. Und schließlich gab es noch den Besuch des Münchner Bildhauers Heiko Börner im Oktober. Dessen Ausstellung musste nach einer Woche wegen des Lockdowns abgebrochen werden.

„Bemerkenswert ist gewesen, dass es bis auf eine Ausnahme überall Verkäufe gegeben hat. Dies hat es in den Vorjahren so nicht gegeben. Es war auch in dieser Hinsicht ein ganz besonderes Jahr“, meint Gaby Zimmerman. „Auch unsere Mitgliederzahlen sind gestiegen. Für uns war es alles als sehr positiv zu sehen, obwohl es ein sehr schwieriges Jahr war.“

Übrigens: Alle Infos zu den Ausstellungen und Unternehmungen des Kunstvereins während der Coronazeit sind unter: www.bruehler-kunstverein.de erhältlich.

Weiterlesen

Brühl | Aktuelles

Zeugen gesucht nach gefährlichem Fahrmanöver

Veröffentlicht vor

am

Die Ermittler des Verkehrskommissariates sind auf der Suche nach zwei Autofahrern, die das gefährliche Manöver eines zwischen ihnen fahrenden Mannes gesehen haben müssen.

Drei Autos fuhren am Montagmittag (29. März) gegen 13:45 Uhr hintereinander auf der Bonnstraße aus Richtung Otto-Wels-Straße (Kreisstraße 7) kommend am Auto einer in Gegenrichtung fahrenden 26-Jährigen vorbei. Der mittlere Wagen der Kolonne wich ohne erkennbaren Grund auf die Gegenfahrbahn aus und zwang die 26-Jährige zum Ausweichen auf den rechts gelegenen Gehweg. Auf dem Gehweg hat sich zu diesem Zeitpunkt kein Fußgänger befunden, so dass keine weitere Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer stattfand. Im Auto der 26-Jährigen saßen ihre elf- und knapp drei Jahre alten Kinder. Der Autofahrer lenkte den Wagen im Anschluss wieder auf seine Richtungsfahrbahn und setzte seine Fahrt in Kolonne mit den anderen Autofahrern fort. Die 26-Jährige war nicht mehr in der Lage, ihre Fahrt fortzusetzen und erstattete später Anzeige wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr gegen den Autofahrer.

Das Verkehrskommissariat in Hürth hat in der Sache die Ermittlungen aufgenommen und erhofft sich mit weiteren Zeugenaussagen eine Erhärtung des Sachverhaltes. Die beiden Autofahrer, die sich zur Tatzeit vor und hinter dem grauen KIA des Mannes befanden, werden gebeten, sich umgehend telefonisch unter 02233 52-0 zu melden. Auch weitere Zeugen, die das Geschehen beobachtet haben, werden gebeten, sich beim Verkehrskommissariat zu melden.

Weiterlesen

Brühl | Freizeit & Kultur

Kunst von Max Beckmann und Max Ernst vor Ort erleben

Veröffentlicht vor

am

Der Besuch im Brühler Max Ernst-Museum ist zurzeit bei freiem Eintritt und online gebuchtem Zeitfenster-Ticket möglich. Foto: Thorsten Kleinschmidt

Das Max Ernst-Museum Brühl hat nach viermonatiger Schließung wieder geöffnet. Unter Corona-Auflagen sind die aktuelle Max Beckmann-Ausstellung und die Sammlung mit Werken von Max Ernst vor Ort zu erleben.

Online-Buchung erforderlich

Der Museumsbesuch ist allerdings nur mit vorab gebuchten Zeitfenster-Tickets über den Webshop auf der Homepage möglich. Tickets können online sicher und schnell gebucht werden. Die Online-Buchung betrifft auch diejenigen, die ohnehin freien Eintritt in die LVR-Museen haben. Bei der Buchung des Tickets wählen Museumsgäste ein Zeitfenster für ihren Besuch aus. Um auf das Inzidenz-Geschehen reagieren zu können, sind Tickets zunächst nur für die jeweils kommenden sieben Tage buchbar. Sollte eine Online-Ticketbuchung nicht möglich sein, ist dies auch über kulturinfo-rheinland, Tel. 02234 9921555, machbar.

Freier Eintritt als Willkommensgruß

Besucher müssen ihre FFP2- bzw. medizinische Masken mitbringen und die Hygiene- und Schutzmaßnahmen wie u.a. die Wegeführungen im Einbahnstraßensystem beachten. Die Besuchszahl während der Öffnungszeiten von 11 bis 18 Uhr ist derzeit begrenzt. „Als Willkommensgruß ‚zurück‘ an unsere treuen Gäste gilt noch bis einschließlich 31. März freier Eintritt“, betont Museumsdirektor Dr. Achim Sommer. Er hält aber fest, dass die Museumsöffnung abhängig von der Entwicklung des landesweiten Inzidenzwertes sei. Im Falle einer erneuten Schließung verlören bereits gebuchte Online-Tickets ihre Gültigkeit. Sommer erläutert dazu: „Wir freuen uns sehr, die Kunst von Max Ernst und von Max Beckmann wieder sicher vor Ort erlebbar zu machen. Bitte informieren Sie sich auf unserer Website zu den jeweiligen Zeitfenster-Tickets und den getroffenen Hygienevorkehrungen: Nutzen Sie zudem unsere digitalen Angebote als Inspiration zu einem ‚analogen‘Besuch.“  Weitere Informationen findet man unter: www.maxernstmuseum.lvr.de.

Weiterlesen

Brühl | Leben & Menschen

Dr. Thomas Kaufmann: Mein Coronajahr

Veröffentlicht vor

am

Erlebte durch Corona ein Jahr, das nicht nur ihm viel Kraft gekostet hat: Dr. Thomas Kaufmann, Chefarzt der Inneren Medizin II am Brühler Marienhospital. Foto: Ellerkamp

Dr. Thomas Kaufmann ist Chefarzt der Inneren Medizin II am Marienhospital Brühl. Er gehört zu den Menschen, die Corona anfangs völlig unterschätzt haben. Noch im Februar 2020 meinte er, dass sich das Problem in China deshalb so gestellt habe, weil die Menschen dort so eng zusammenlebten. Und dass es in Deutschland nicht die Dimension erreichen werde. „Ich habe mich total geirrt“, bekennt er im Gespräch mit BRUEHL.report.

Situation nie für möglich gehalten

Er ist seit 25 Jahren Chefarzt am Brühler Krankenhaus und hat eine solche Situation wie jetzt nicht ansatzweise erlebt. Auch hat er sie nie für möglich gehalten. In der Zeit der Schweinegrippe habe man es kurz erlebt, dass viele Menschen ins Krankenhaus gekommen seien, sagt er. Es hat sich damals eher ein organisatorisches Problem, denn ein medizinisches gestellt. Und es sind meist jüngere Patienten gewesen. Sie waren aber alle nur leicht krank und nach drei, vier Tagen wieder zu Hause.

Hälfte der Intensivpatienten gestorben

„Die Erfahrung jetzt war, dass die Coronawelle vorwiegend viele ältere Menschen sehr schwer krank gemacht hat“, so Kaufmann. Langwierige Verläufe und die Erholungszeit nach der Erkrankung waren und sind das große Problem. „Rund die Hälfte der schwerst an Covid-19 Erkrankten, die intensiv gepflegt werden mussten, sind gestorben“, sagt Kaufmann. Die Überlebenden hätten Wochen und Monate gebraucht, bis sie endlich, meist im Rollstuhl, wieder entlassen werden konnten.

Von Vollgas auf Leerlauf abgebremst

Diese langwierigen Verläufe kosteten sowohl den Patienten als auch den Ärzten, Pflegekräften und Physiotherapeuten viel Kraft. Die gesamte Arbeit wurde durch die Pandemie völlig verändert. Im ersten Lockdown musste das normale Krankenhausprogramm heruntergefahren werden. „Wir wurden quasi von Vollgas auf Leerlauf abgebremst, und das in wenigen Tagen.“

Einer der Effekte war, dass viele Angelegenheiten abgesagt werden mussten und dass viele Patienten nicht gekommen sind. „Wir haben dann im Spätsommer und Herbst gesehen, dass diese mit ihren Erkrankungen ein halbes Jahr zu spät gekommen waren.“

„Verängstigt und verunsichert“

Persönlich sei er von Corona nicht betroffen gewesen, doch in letzter Zeit wären einige Mitarbeiter zum Teil erkrankt. Dabei habe man gesehen, dass auch 30- bis 50-Jährige schwer erkranken können. Und auch bei ihnen sei die Erholungsphase sehr lang gewesen. „Ein wichtiger Punkt ist, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verängstigt und verunsichert waren. Es war eine ständige Herausforderung, das Krankenhaus sozusagen zusammenzuhalten. Wir waren alle gegenüber den Patienten exponiert, wir hatten ständig ein Ansteckungsrisiko“, so Kaufmann.

Ältere wurden zum ruhenden Pol

Die Lage war jeden Tag anders. Er beobachtete, wie sich die Arbeit im Krankenhaus auch völlig verändert hat. Sie sei mit vielen Emotionen und viel Verängstigung behaftet gewesen. „Das spielt eine große Rolle“, sagt Kaufmann. Man habe sich um die Älteren geschart. Und plötzlich habe er gemerkt, dass viele gucken, wie der Kaufmann das und das macht. „Man wurde als älterer Mitarbeiter, der ich nun man bin, wieder wichtig, um Ruhe auszustrahlen und alles zusammenzuhalten in dieser aufgeregten Stimmung.“

Das vergangene Jahr sei ein anstrengendes gewesen, aber man habe arbeiten können. Was ein Privileg gewesen sei. „Aber wir mussten in einem Modus arbeiten, für das es kein Drehbuch gab“, zieht er ein abschließendes Fazit.

Weiterlesen

Brühl | Leben & Menschen

Erster digitaler Weltfrauentag

Veröffentlicht vor

am

Anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März findet in Brühl ein digitales Angebot von Kurzvorträgen statt. Foto: Pixabay

Experiment mit sechs verschiedenen Angeboten

Die traditionelle Brühler Frauenwoche wird in ihrer Form dieses Jahr nicht stattfinden. Stattdessen wird es anlässlich des Internationalen Frauentages digitale Angebote geben.

„Ich habe nach reiflicher Überlegung entschieden, die Frauenwoche 2021 abzusagen“, teilt noch vor kurzem die Brühler Gleichstellungsbeauftragte Antje Cibura mit. Diese Entscheidung sei ihr sehr schwergefallen, aber die Gesundheit der Frauen gehe vor. Doch nach reiflichen Überlegungen hat sie sich dank der angebotenen Unterstützung einer Expertin für etwas Neues entschieden.

Dr. Astrid Nierhoff führt durch den Abend

Cibura will nun den Internationalen Weltfrauentag in Brühl digital als Versuchsballon starten lassen. Dr. Astrid Nierhoff führt durch einen kommunikativen Abend in angenehmer Atmosphäre, dessen Programm auch Bürgermeister Dieter Freytag schnell begeisterte. „Es ist umso wichtiger, in Zeiten sozialer Isolation einen Moment der Gemeinschaft anbieten zu können“, sagt er zu der innovativen Idee.

Kostenfreie Kurzvorträge

In wenigen Stunden waren sechs Referentinnen gefunden. Diese bieten am Weltfrauentag am 8. März jeweils von 19 bis 21 Uhr kostenfrei Kurzvorträge an. 100 Brühler Frauen können unter sechs verschiedenen Themen wählen.

Zur Auswahl stehen „Wie Frau sich online gut in Szene setzt“ mit Kristin Buggert, Theatercoach, „Achtsamkeit im Corona-Alltag“ mit Andrea Jülich, Entspannungstrainerin, „Berufliche Orientierung in Zeiten von Corona“ mit Barbara Voss, Coach für berufliche Entwicklung, „Gesundheit jenseits von Corona – Andere Aspekte unserer Gesundheit in diesen Zeiten“ mit Dr. Nazifa Quirishi, Infektologin und Hausärztin, oder „Homeschooling, so kann es gelingen“ mit Maren Fröhlich und Katharina Frorath, Lehrerinnen an der Hauptschule Kendenich. Zuletzt kann man entspannt singen und die gestresste Seele baumeln lassen mit Sängerin und Vocalcoach Sarah Nakic.

Interessierte erhalten Zugangscode

„Lassen Sie sich mit uns auf dieses Experiment ein“, so Cibura, die selbst sehr gespannt auf das neue Frauenformat ist. Ab sofort können sich Interessierte anmelden unter Eventbrite: https://www.eventbrite.de/e/bruhler-frauentag-21-genial-digital-tickets-138941250019. Die ersten 100 Anmeldungen erhalten den Zugangscode. Nach erfolgter Anmeldung gibt es Tipps zur Zoom-Nutzung, die auch für „ Zoom-Anfängerinnen“ leicht verständlich sind.

Weiterlesen

Brühl | Aktuelles

Berufliche Neuorientierung

Veröffentlicht vor

am

Die Seminarreihe bietet Frauen viele wichtige Informationen und Hinweise für ihren Weg zurück in den Beruf. Foto: Pixabay

Für die Rückkehr ins Berufsleben findet im März und April eine Seminarreihe für Frauen an. Jeweils freitags von 9 bis 12 Uhr treffen sich die Teilnehmerinnen zum Zoom-Meeting. Die Reihe ist nur komplett buchbar.

Unter dem Motto „Richtig informieren – ausreichend motivieren – erfolgreich zurück in den Beruf“, haben Frauen die Gelegenheit, ihre berufliche Entwicklung gezielt voranzutreiben. Angesprochen sind auch Frauen, die eine neue Perspektive suchen, von Arbeitslosigkeit bedroht sind oder bedingt durch Corona bereits entlassen wurden. Da die Plätze limitiert sind, wird um verbindliche Anmeldung unter: acibura@bruehl.de oder 02232 792250 gebeten.

Barbara Voss berät und unterstützt

Das Programm besteht aus insgesamt sechs Zoom-Terminen mit vielfältigen Informationen sowie persönlichem Austausch und wird zudem durch fachkundige Referentinnen unterstützt. Barbara Voss, die seit über 16 Jahren Frauen in der beruflichen Orientierung, im Bereich Burnout, Mobbing, Selbstwert und Zeitmanagement coacht, berät und unterstützt die Teilnehmerinnen während der gesamten Veranstaltungsreihe und hat das Programm konzipiert.

Weiter am Ball bleiben

„Immer wieder eine runde Sache“, so die städtische Gleichstellungsbeauftragte Antje Cibura, die diese gelungene Kooperation in diesem Jahr leider erstmalig via Zoom anbieten muss. „Wir wollen am Ball bleiben und gerade in diesen Zeiten den Frauen helfen, im Erwerbsleben wieder Fuß zu fassen“, freut sich auch Bürgermeister Dieter Freytag über die Fortsetzung der Veranstaltungsserie in diesem Jahr.

Und hier das Programm:

Mittwoch, 10.03.2021
Auftaktveranstaltung – Kurze Vorstellungs- und Kennenlernrunde mit einem ersten Austausch. Wo stehe ich – wo will ich hin? Wer oder was kann mich dabei unterstützen? Welche Ängste gilt es dabei zu überwinden?
Referentin: Barbara Voss, Coach, Moderatorin & Journalistin

Freitag, 12.03.2021
Gesund und fit zurück in den Beruf –Achtsamkeit und Vitalität für Geist und Körper
Referentin: Britta Schäfer, Personal-Trainerin und Buchautorin

Freitag, 19.03.2021
Gewappnet und rechtssicher! Was muss ich bei der Berufsrückkehr wissen? Informationen zum Thema Arbeits- und Sozialrecht.
Referentin: Nushin Rajabi, Fachanwältin für Arbeitsrecht

Freitag, 26.03.2021
Warum ist es gerade heutzutage wichtig, auf eigenen Beinen zu stehen? Wie beuge ich vor und wie sichere ich mich ab? Trennung/Scheidung/Unterhalt/Vorsorgevollmacht
Referentin Gabriela Schulze-Hürter, Anwältin

Freitag, 09.04.2021
Weiterbildungschancen ergreifen oder nicht? Welche Unterstützung kann mir die Arbeitsagentur geben?
Referentin: Sandra Schmitz BCA, Arbeitsagentur

Freitag 16.04.2021
Wie bewerbe ich mich richtig? Mit dem richtigen Bewerbungstraining zum Erfolg. Für eine gute Bewerbung ist Frau nie zu alt.
Wie setze ich mich ins richtige Licht und wie überzeuge ich?
Referentin: Barbara Voss, Coach, Moderatorin & Journalistin
Fotografin: Katrin Lübeck

Weiterlesen

Topthemen

Beliebte Artikel