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Bornheim | Kultur & Brauchtum

NRW-Landesprogramm „Neustart miteinander“

Vereine können Unterstützung für Corona-konforme Veranstaltungen beantragen

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Zuschüsse bei Veranstaltungen sollen den Corona Mehraufwand wieder ausgleichen / Foto: Pixabay

Das Land NRW wertschätzt die Arbeit der Vereine in Zeiten der Corona-Pandemie. Um Vereine, die öffentliche Veranstaltungen Corona-konform ausrichten, finanziell zu unterstützen, hat das Land NRW das Förderprogramm „Neustart miteinander“ ins Leben gerufen.

Insgesamt sollen 54 Millionen Euro bereitstehen. Jeder eingetragene Verein kann für eine Veranstaltung im Jahr 2021 eine einmalige Unterstützung beantragen. Gefördert werden 50 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben – maximal 5.000 Euro.

Vereine müssen den Antrag bei der Bezirksregierung online stellen. Vorab benötigt der Verein allerdings eine Bestätigung der Stadtverwaltung, dass gegen die Veranstaltung keine Bedenken bestehen. Ansprechpartnerin bei der Stadtverwaltung Bornheim ist Alexandra Schwarz, Telefon: 02222 945-209, E-Mail: alexandra.schwarz@stadt-bornheim.de.

Bornheim | Kultur & Brauchtum

Stadt verlegt Stolpersteine für NS-Opfer

Zwölf weitere Steine sollen an die Opfer des nationalsozialistischen Terrors in Bornheim erinnern

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Gunter Demnig bei der Verlegung von Stolpersteinen in Merten 2014./ Foto: Stadt Bornheim

Zur Erinnerung an die Opfer des nationalsozialistischen Terrors verlegt die Stadt Bornheim am Samstag, 25. September 2021, 12 neue Stolpersteine. Am Projekt „Stolpersteine“ des Künstlers Gunter Demnig beteiligt sich die Stadt bereits seit 2005. Seitdem wurden insgesamt 55 Stolpersteine im Stadtgebiet verlegt. Die Steine tragen Messingschilder mit den Namen und Schicksalsdaten von Bornheimer Mitbürgerinnen und Mitbürgern, die Opfer des nationalsozialistischen Regimes geworden sind. Sie werden vor den ehemaligen Wohnorten der Opfer in die Bürgersteige eingelassen, wo sie die Erinnerung wachhalten sollen.

Verlegung neuer Stolpersteine am 25. September

Die Verlegung am 25. September beginnt um 12 Uhr vor dem Haus Brunnenstraße 74 in Roisdorf, wo ein Stolperstein für Friedrich Wilhelm Forsbach verlegt wird. Der gebürtige Mechernicher wurde am 26. Juni 1941 aus ungeklärten Gründen von der Gestapo verhaftet und schließlich im KZ Flossenbürg ermordet. Anschließend werden vor dem Haus Königstraße 74 – 76 in Bornheim vier Stolpersteine für Jakob, Mathilde, Leo und Harry Levenbach verlegt. Alle vier mussten vor den Nazis fliehen. Während Leo und seine Frau Mathilde es mit Sohn Harry in die USA schafften, wurde Jakob Levenbach in Frankreich verhaftet und in Auschwitz ermordet. Neben dem Haus Heinestraße 3 werden für die Geschwister Julie, Sibilla und Moses Nathan drei Steine eingelassen. Alle drei wurden von den Nazis entmündigt und enteignet. Julie Nathan wurde in die Bonner Heil- und Pflegeanstalt eingewiesen von wo sie 1942 deportiert und in Maly Trostinez ermordet wurde. Abschließend erfolgt die Verlegung von vier Stolpersteinen vor dem Haus Germanenstraße 26 in Widdig. Neben den bereits 2010 verlegten Steinen für die Eheleute Berta und Abraham Rolef werden dort Steine für Abrahams Bruder Sally, der in Maly Trostinez ermordet wurde, sowie für die Kinder Else, Hans und Ruth verlegt, die vor den Nazis fliehen mussten. Auf diese Weise wird die Familie, die durch den Naziterror auseinandergerissen wurde, an ihrem ehemaligen Wohnort zumindest symbolisch wiedervereint.

Zwischen den Verlegungen liegen jeweils etwa 20 Minuten. Die Stadt bedankt sich ganz herzlich bei allen Menschen, die mit Ihrer Spende eine Patenschaft für einen der Steine übernommen haben. Als Anerkennung verleiht Bürgermeister Christoph Becker gegen 12:30 Uhr am Peter-Fryns-Platz Ehrenurkunden an die Paten.

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Bornheim | Kultur & Brauchtum

Freiwillige Feuerwehr Hersel übergibt Sammlung

Stadtarchiv freut sich über wichtige Dokumente aus den Rheinorten

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Bei der Übergabe: Einsatzbezirksführer Ost Gottfried Kreuzberg, stellvertretender Schriftführer Peter Turge, Stadtarchivar Jens Löffler und Löscheinheitsführer Wilfried Nork. Foto: Achim Busch

112 ist nicht nur die Notrufnummer von Rettungsdienst und Feuerwehr, 112 ist auch das Alter des ersten erhaltenen Protokollbuches der Freiwilligen Feuerwehr Hersel aus dem Jahr 1909. Zusammen mit weiteren wertvollen Dokumenten, die die Geschichte der 1884 gegründeten Wehr dokumentieren, wurde das Buch jetzt dem Bornheimer Stadtarchiv übergeben.

„Das stolze Alter der Dokumente erfordert einen besonders umsichtigen Umgang mit den Unterlagen, auch ein spezielles Raumklima und besondere Verpackung“, erläutert Stadtarchivar Jens Löffler, der die Unterlagen entgegennahm. Da die Protokollbücher bisher stets beim jeweiligen Schriftführer der Löscheinheit gelagert wurden, mussten sie häufig umziehen. Nun liegen die Dokumente dauerhaft im Stadtarchiv, wo sie interessierten Nutzern zur Verfügung stehen.

Bei den Unterlagen handelt es sich nicht nur um wichtige Quellen zur Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr, sondern auch um Dokumente zur Herseler Ortsgeschichte. So hat Heimatforscher Norbert Zerlett für die Chronik zum 75. Jubiläum der Feuerwehr aus dem Jahr 1959 ausführlich über die Brände berichtet, welche die Rheinorte seit dem Mittelalter heimgesucht haben. In den Unterlagen finden sich auch Ausführungen über die Herseler Feuersbrunst, die das Dorf 1793 erfasste, als ein Großteil der Bewohner gerade den Jahrmarkt in Pützchen besuchte. Damals war niemand da, der das Feuer löschen konnte. Eine Tragödie, die sicher noch tief im kollektiven Gedächtnis der Herseler Bevölkerung verankert war, als die Freiwillige Feuerwehr gegründet wurde.

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