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Brühl | Leben & Menschen

Im Gespräch mit Dr. med. Armin Bauer

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Dr. med. Armin Bauer ist Chefarzt der Orthopädie/Unfallchirurgie im Marienhospital Brühl und Leiter des zertifizierten Endoprothetikzentrums. / Foto: Marienhospital Brühl

Dr. med. Armin Bauer ist Chefarzt der Orthopädie/Unfallchirurgie im Marienhospital Brühl und Leiter des zertifizierten Endoprothetikzentrums. In diesem Interview gibt er nützliche Tipps und Tricks rund um das Thema „Gelenke fit halten“.

Runter vom Sofa, rein ins Vergnügen. Doch in Zeiten der Pandemie kommt die Bewegung bei vielen Menschen zu kurz. Was raten Sie, um die Gelenke fit zu halten?

Das Sprichwort „Wer rastet der rostet“ hat hier eine tiefe Weisheit. Es reicht schon aus, wenn der normale Alltagsathlet täglich 20 Minuten sportlich aktiv ist, das zeigen auch Studien der Weltgesundheitsorganisation. Es kommt nicht auf Höchstleistung an. Wandern, Radfahren oder Schwimmen sind zum Beispiel sehr wirksam. Zuvor sollte durch den Hausarzt oder Facharzt ein medizinischer Check-up erfolgen. Für den Hobby- und Breitensportler ist das Wichtigste, in Bewegung zu bleiben. So werden Herz und Kreislauf trainiert und fit gehalten.


Haben Sie Tipps für uns, wie wir Bewegung in unseren Alltag integrieren können?

Es ist gar nicht so schwer: Nutzen Sie Treppe statt Aufzug. Fahren Sie mit dem Rad zur Arbeit, nicht ausschließlich mit dem Auto. Achten Sie dabei immer auf Ihre eigene Motivationsbereitschaft. Bewegen Sie sich abends oder morgens lieber? Und was macht Ihnen Spaß, das ist ganz wichtig, um am Ball zu bleiben.

In Ihrem Klinikalltag kümmern Sie und Ihr Team sich um Patienten, die eine Verletzung oder eine  Gelenkerkrankung haben?

Ja, unser Behandlungsspektrum ist breit. Unsere unfallchirurgische Ambulanz ist mit einem Operationsteam und Fachärzten rund um die Uhr für Sie im Einsatz.

An erster Stelle stehen die Wiederherstellung der schmerzfreien Funktionen und der Erhalt der Mobilität.

Wir setzen auf mikroskopische und minimalinvasive Operationsverfahren und verwenden hochwertigste Materialien. Mit den niedergelassenen Kollegen kooperieren wir sehr eng  – und erst wenn alle Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft sind, stellen wir die OP-Indikation. Im Fall, dass ein künstliches Gelenk eingesetzt oder ausgetauscht werden muss, sind Sie in unserem Endoprothetikzentrum an der richtigen Adresse. An erster Stelle steht für uns grundsätzlich Ihre Gesundheit und Lebensqualität!

Nähere Infos:
Fachabteilung Orthopädie/Unfallchirurgie im Marienhospital Brühl
Tel. 02232 / 74-247 (Sekretariat), Mühlenstr. 21-25, 50321 Brühl
www.marienhospital-bruehl.de

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Kleingärtner vom Hochwasser betroffen

KSK-Spende für Sanierung der Wege

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Vorsitzender Michael Hillmann (l.) freut sich über die große Spende für den Kleingärtnerverein, die Filialdirektor Stefan Grathwohl überreicht. Foto: Kleingärtnerverein Brühl

In diesen Tagen überreicht Filialdirektor Stefan Grathwohl eine Spende der Kreissparkasse Köln über 1000 Euro an den Kleingärtnerverein Brühl. Stellvertretend nimmt der Vorstand des Vereins den Scheck entgegen. Vorsitzender Michael Hillmann dankt im Namen aller Kleingärtner und Kleingärtnerinnen für die großzügige finanzielle Unterstützung.

Notwendige Sanierung

Das Geld ist für die dringend notwendige Sanierung der Wege auf dem Gelände des Vereins vorgesehen. Sie waren durch das Hochwassergeschehen im Juli stark geschädigt wurden. Alle Kleingärtner haben bereits Vorarbeiten geleistet und die Wege notdürftig repariert. „Jetzt müssen sie aber noch mit Split verfüllt und mit schwerem Gerät ordentlich befestigt werden“, so Hillmann. Die Kosten seien aber für den Verein allein schwer zu stemmen.

Die durch das Hochwasser stark beschädigten Wege der Vereinsanlage. Foto: Kleingärtnerverein Brühl

Gärtnern und Erholung

Der Kleingärtnerverein Brühl ist ein gemeinnütziger Verein und umfasst 31 Kleingärten in Brühl-Eckdorf. Wie alle Kleingartenvereine hat er das Ziel, vor allem Familien mit Kindern, die nicht über einen eigenen Garten verfügen, die Möglichkeit zum Gärtnern und zur Erholung in freier Natur zu bieten. Darüber hinaus sind die Gärten eine wertvolle ökologische Nische für Insekten, Vögel, Kleintiere und die Pflanzenvielfalt. Weitere Infos zur Vereinsarbeit erhält man unter: https://www.kleingaertnerverein-bruehl.de.

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Fortschritte in der Frauenmedizin beim Marienhospital Brühl

Marienhospital hat mit Wael Hosni Spezialisten für neue OP-Methode

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Wael Hosni
Wael Hosni, Oberarzt im Marienhospital Brühl / Foto: Marienhospital Brühl

Wael Hosni ist Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe und seit 2017 Oberarzt im Marienhospital Brühl. Jetzt wurde er in Belgien zum Spezialisten für eine neue Operationsmethode ausgebildet, die in Deutschland nur drei weitere Kliniken anbieten. Wir sprechen mit dem Mediziner über das neue Behandlungsangebot für Patientinnen.

Welche Erkrankungen können Sie mit dem neuen vNOTES-Verfahren behandeln?


Zu uns kommen Frauen mit unterschiedlichen Beschwerden und Erkrankungen. Wenn zum Beispiel die Gebärmutter, Myome, Zysten oder Eierstöcke entfernt werden müssen, ist diese Operationsmethode sehr fortschrittlich und präzise. Die ersten Patientinnen haben wir damit in Brühl erfolgreich operiert.

Mit kleinem Schnitt zum großen Fortschritt: Wie funktioniert die neue Operationsmethode?


Üblicherweise gibt es drei verschiedene und herkömmliche Methoden: der Eingriff durch die Vagina, den Bauchschnitt oder den laparoskopischen Eingriff durch den Bauchnabel. vNOTES ist eine Weiterentwicklung der konventionellen Laparoskopie. Bei dieser Methode werden die benötigten Instrumente für eine minimalinvasive Operation nicht mehr über Hautschnitte in den Bauch eingeführt, sondern über die Vagina.

Worin liegen die Vorteile für die Patientinnen der neuen Technik?


Die Wundheilung ist geringer, die Frauen haben nach der Operation weniger Schmerzen und können schneller wieder nach Hause. Unsere Patientinnen sind früher wieder körperlich fit und beweglich. Hinzu kommt auch ein kosmetischer Aspekt, es bleiben keine Narben wie etwa bei einem Bauchschnitt zurück. Auch bei üblichen anderen laparoskopischen Schnitten können kleine Narben zurückbleiben, die mit der neuen Technik verschwinden.

Also raten Sie zu dieser Methode eher aus kosmetischer Sicht?


Nein, das wäre unseriös und kommt für uns nicht in Frage. Wir haben keine Schablone für unsere Patientinnen, wir berücksichtigen immer die Individualität. Deshalb sind neben einer genauen Untersuchung und Diagnostik ausführliche Gespräche mit der Patientin wichtig. Erst dann können wir entscheiden, mit welcher Operationsmethode wir am besten die Patientin behandeln können. Unsere Aufgabe ist also nicht nur eine rein medizinische Aufklärung und Beratung –  sondern ein offenes Ohr für die Belange der Frauen zu haben. Ich bin dankbar, dass wir in unserem Team diese Sichtweise teilen.

Trend oder Fortschritt: Wonach beurteilen Sie, wann eine neue Methode erfolgreich ist?


Wir sind innovativen Methoden gegenüber offen. Erst wenn wir aber überzeugt sind und die Vorteile für unsere Patientinnen sehen, implementieren wir gerne neue Behandlungsmethoden.

Das OP-Team der Gynäkologie im Marienhospital Brühl freut sich über den Erfolg der neuen Methode / Foto: Marienhospital Brühl

Nähere Infos:
Fachabteilung Gynäkologie und Geburtshilfe im Marienhospital Brühl
Tel. 02232 / 74-280 (Sekretariat), Mühlenstr. 21-25, 50321 Brühl
www.marienhospital-bruehl.de

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Mein Coronajahr der Kunst: Gaby Zimmermann

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Gaby Zimmermann, Vorsitzende des Brühler Kunstvereins. Foto: Harald Zeyen

Gaby Zimmermann ist Vorsitzende des Brühler Kunstvereins. Seit einem Jahr ist das Leben vieler Kulturschaffenden durch Corona vielfach zum Erliegen gekommen. Museen mussten schließen, Ausstellungen wurden abgesagt. Nicht so beim Kunstverein in der Schlossstadt. Fast das komplette Jahresprogramm für 2020 konnte „durchgezogen“ werden. Wie, das verrät sie in einem Gespräch mit BRUEHL.report.

Erste Ausstellung abgebrochen

Der erste kleinere Einschränkung begann mit der Ausstellung „Aus den Gärten komme ich zu Euch“ von Christina Fausten. Nach einer Woche musste die Werkschau Mitte März abgebrochen werden. „Wir haben dann schnell umgeswitcht und haben einen Film über die Ausstellung und ein Interview mit ihr ersatzweise ins Netz gestellt“, sagt Zimmermann. Man sei die ersten gewesen, die eine solche Ausstellung einmal gefilmt hätten.

Vernissage auf drei Tage verteilt

Weiter ging es im Juni mit der Ausstellung „Menschen mit medizinisch-wissenschaftlich bedingten Evolutionssprüngen“. „Die beiden Künstler Anica Blagaj und Franco Melis hatten die Idee: Machen wir doch eine Vernissage auf drei Tage verteilt.“ Das sei dann gemacht worden, am ersten Tag mit einem Redner und anschließend mit Ansprachen von Melis, der auch Schauspieler ist.

„Natürlich wurden die Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten. Und wir hatten den großen Vorteil, dass wir alle Eröffnungen draußen vor dem Ausstellungsraum machen konnten. Wir hatten immer schönes Wetter“, so Zimmermann. Ein weiterer Vorteil war, dass der Raum zwei Ausgänge besitzt und man die Besucher quasi im Einbahn-System durch die Ausstellungen führen konnte.

Neue Ideen entwickelt

„Wir haben dann Ideen entwickelt, wie wir Kunst im Freien entdecken könnten“, erzählt die Kunstvereinsvorsitzende. Im Sommer wurde dann eine Radtour unternommen, und zwar entlang des Skulpturenufers von Rolandseck nach Remagen. Im August ging es dann auf Exkursion durch Privatgärten in Sürth. Dort haben sich Künstler, Gartenbesitzer und neun Bienenvölker unter dem Titel „KunstHonig – von Beuten, Skulpturen und Vorstadtgärten zusammengefunden.“ „Unsere dritte Aktion war dann in Brühl. „Von Turm zu Turm“ hieß die Tour mit dem Brühl-Kenner Wilfried Schulz-Rotter. Zu erleben waren auf einer Strecke vom Kletterturm bis zum Wasserturm u.a. Sgraffitos des Brühler Kunstmalers Gerhard Hoffschulz. Meist nicht wahrgenommen, doch stets präsent findet man ein sehr großes von ihm über dem Zoom-Kino. „Alles sehr kurzweilig, auch wenn die Tour zweieinhalb Stunden gedauert hat“, sagt Zimmermann.

Mehr Verkäufe als in den Vorjahren

Erfreulicherweise seien im Rahmen der Veranstaltungen keine Ansteckungen bzw. Erkrankungen bekannt geworden. Ein voller Erfolg war die Mitgliederausstellung „Interim 20“ mit sehr vielen Besuchern im Hochsommer. Die Eröffnungsrede hielt Bürgermeister Dieter Freytag, und es gab Musik im Park des Marienhospitals. Die letzte „vollständige“ Ausstellung war im September. Rita Rohlfing zeigte „new works“. Und schließlich gab es noch den Besuch des Münchner Bildhauers Heiko Börner im Oktober. Dessen Ausstellung musste nach einer Woche wegen des Lockdowns abgebrochen werden.

„Bemerkenswert ist gewesen, dass es bis auf eine Ausnahme überall Verkäufe gegeben hat. Dies hat es in den Vorjahren so nicht gegeben. Es war auch in dieser Hinsicht ein ganz besonderes Jahr“, meint Gaby Zimmerman. „Auch unsere Mitgliederzahlen sind gestiegen. Für uns war es alles als sehr positiv zu sehen, obwohl es ein sehr schwieriges Jahr war.“

Übrigens: Alle Infos zu den Ausstellungen und Unternehmungen des Kunstvereins während der Coronazeit sind unter: www.bruehler-kunstverein.de erhältlich.

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Dr. Thomas Kaufmann: Mein Coronajahr

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Erlebte durch Corona ein Jahr, das nicht nur ihm viel Kraft gekostet hat: Dr. Thomas Kaufmann, Chefarzt der Inneren Medizin II am Brühler Marienhospital. Foto: Ellerkamp

Dr. Thomas Kaufmann ist Chefarzt der Inneren Medizin II am Marienhospital Brühl. Er gehört zu den Menschen, die Corona anfangs völlig unterschätzt haben. Noch im Februar 2020 meinte er, dass sich das Problem in China deshalb so gestellt habe, weil die Menschen dort so eng zusammenlebten. Und dass es in Deutschland nicht die Dimension erreichen werde. „Ich habe mich total geirrt“, bekennt er im Gespräch mit BRUEHL.report.

Situation nie für möglich gehalten

Er ist seit 25 Jahren Chefarzt am Brühler Krankenhaus und hat eine solche Situation wie jetzt nicht ansatzweise erlebt. Auch hat er sie nie für möglich gehalten. In der Zeit der Schweinegrippe habe man es kurz erlebt, dass viele Menschen ins Krankenhaus gekommen seien, sagt er. Es hat sich damals eher ein organisatorisches Problem, denn ein medizinisches gestellt. Und es sind meist jüngere Patienten gewesen. Sie waren aber alle nur leicht krank und nach drei, vier Tagen wieder zu Hause.

Hälfte der Intensivpatienten gestorben

„Die Erfahrung jetzt war, dass die Coronawelle vorwiegend viele ältere Menschen sehr schwer krank gemacht hat“, so Kaufmann. Langwierige Verläufe und die Erholungszeit nach der Erkrankung waren und sind das große Problem. „Rund die Hälfte der schwerst an Covid-19 Erkrankten, die intensiv gepflegt werden mussten, sind gestorben“, sagt Kaufmann. Die Überlebenden hätten Wochen und Monate gebraucht, bis sie endlich, meist im Rollstuhl, wieder entlassen werden konnten.

Von Vollgas auf Leerlauf abgebremst

Diese langwierigen Verläufe kosteten sowohl den Patienten als auch den Ärzten, Pflegekräften und Physiotherapeuten viel Kraft. Die gesamte Arbeit wurde durch die Pandemie völlig verändert. Im ersten Lockdown musste das normale Krankenhausprogramm heruntergefahren werden. „Wir wurden quasi von Vollgas auf Leerlauf abgebremst, und das in wenigen Tagen.“

Einer der Effekte war, dass viele Angelegenheiten abgesagt werden mussten und dass viele Patienten nicht gekommen sind. „Wir haben dann im Spätsommer und Herbst gesehen, dass diese mit ihren Erkrankungen ein halbes Jahr zu spät gekommen waren.“

„Verängstigt und verunsichert“

Persönlich sei er von Corona nicht betroffen gewesen, doch in letzter Zeit wären einige Mitarbeiter zum Teil erkrankt. Dabei habe man gesehen, dass auch 30- bis 50-Jährige schwer erkranken können. Und auch bei ihnen sei die Erholungsphase sehr lang gewesen. „Ein wichtiger Punkt ist, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verängstigt und verunsichert waren. Es war eine ständige Herausforderung, das Krankenhaus sozusagen zusammenzuhalten. Wir waren alle gegenüber den Patienten exponiert, wir hatten ständig ein Ansteckungsrisiko“, so Kaufmann.

Ältere wurden zum ruhenden Pol

Die Lage war jeden Tag anders. Er beobachtete, wie sich die Arbeit im Krankenhaus auch völlig verändert hat. Sie sei mit vielen Emotionen und viel Verängstigung behaftet gewesen. „Das spielt eine große Rolle“, sagt Kaufmann. Man habe sich um die Älteren geschart. Und plötzlich habe er gemerkt, dass viele gucken, wie der Kaufmann das und das macht. „Man wurde als älterer Mitarbeiter, der ich nun man bin, wieder wichtig, um Ruhe auszustrahlen und alles zusammenzuhalten in dieser aufgeregten Stimmung.“

Das vergangene Jahr sei ein anstrengendes gewesen, aber man habe arbeiten können. Was ein Privileg gewesen sei. „Aber wir mussten in einem Modus arbeiten, für das es kein Drehbuch gab“, zieht er ein abschließendes Fazit.

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Erster digitaler Weltfrauentag

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Anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März findet in Brühl ein digitales Angebot von Kurzvorträgen statt. Foto: Pixabay

Experiment mit sechs verschiedenen Angeboten

Die traditionelle Brühler Frauenwoche wird in ihrer Form dieses Jahr nicht stattfinden. Stattdessen wird es anlässlich des Internationalen Frauentages digitale Angebote geben.

„Ich habe nach reiflicher Überlegung entschieden, die Frauenwoche 2021 abzusagen“, teilt noch vor kurzem die Brühler Gleichstellungsbeauftragte Antje Cibura mit. Diese Entscheidung sei ihr sehr schwergefallen, aber die Gesundheit der Frauen gehe vor. Doch nach reiflichen Überlegungen hat sie sich dank der angebotenen Unterstützung einer Expertin für etwas Neues entschieden.

Dr. Astrid Nierhoff führt durch den Abend

Cibura will nun den Internationalen Weltfrauentag in Brühl digital als Versuchsballon starten lassen. Dr. Astrid Nierhoff führt durch einen kommunikativen Abend in angenehmer Atmosphäre, dessen Programm auch Bürgermeister Dieter Freytag schnell begeisterte. „Es ist umso wichtiger, in Zeiten sozialer Isolation einen Moment der Gemeinschaft anbieten zu können“, sagt er zu der innovativen Idee.

Kostenfreie Kurzvorträge

In wenigen Stunden waren sechs Referentinnen gefunden. Diese bieten am Weltfrauentag am 8. März jeweils von 19 bis 21 Uhr kostenfrei Kurzvorträge an. 100 Brühler Frauen können unter sechs verschiedenen Themen wählen.

Zur Auswahl stehen „Wie Frau sich online gut in Szene setzt“ mit Kristin Buggert, Theatercoach, „Achtsamkeit im Corona-Alltag“ mit Andrea Jülich, Entspannungstrainerin, „Berufliche Orientierung in Zeiten von Corona“ mit Barbara Voss, Coach für berufliche Entwicklung, „Gesundheit jenseits von Corona – Andere Aspekte unserer Gesundheit in diesen Zeiten“ mit Dr. Nazifa Quirishi, Infektologin und Hausärztin, oder „Homeschooling, so kann es gelingen“ mit Maren Fröhlich und Katharina Frorath, Lehrerinnen an der Hauptschule Kendenich. Zuletzt kann man entspannt singen und die gestresste Seele baumeln lassen mit Sängerin und Vocalcoach Sarah Nakic.

Interessierte erhalten Zugangscode

„Lassen Sie sich mit uns auf dieses Experiment ein“, so Cibura, die selbst sehr gespannt auf das neue Frauenformat ist. Ab sofort können sich Interessierte anmelden unter Eventbrite: https://www.eventbrite.de/e/bruhler-frauentag-21-genial-digital-tickets-138941250019. Die ersten 100 Anmeldungen erhalten den Zugangscode. Nach erfolgter Anmeldung gibt es Tipps zur Zoom-Nutzung, die auch für „ Zoom-Anfängerinnen“ leicht verständlich sind.

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Digitale Lehre an den Brühler Hochschulen

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Die Hochschulen und Akademien in Brühl haben sich den Anforderungen der Corona-Zeit gestellt. Das Studium wurde in kürzester Zeit auf das digitale Lernen umgestellt. Foto: EUFH

Umstellung in der EUFH bereits seit fast einem Jahr

Innerhalb kürzester Zeit hat die Europäische Fachhochschule (EUFH) in Brühl im März 2020 auf digitale Lehre umgestellt. Sie war damit einer der ersten Hochschulen, die dem Anspruch der derzeitigen dualen Lehrangebote im Präsenz- und Online-Bereich gerecht wurde.

Digitale Prüfungsformen

In seiner Art wohl einmalig ist zudem der interne TV-Channel, besser bekannt als „EUFH GDTV“. Mit der Devise „Go Digital“ hat das Projektteam innerhalb von zehn Tagen ein umfangreiches Konzept auf die Beine gestellt. Digitale Prüfungsformen wurden vorlesungsspezifisch geschaffen, Interaktionskonzepte ausgearbeitet, alle Lehrenden mit der Technik vertraut gemacht.

Gemeinsam mit den Studierenden wurde entschieden, wie Lehre im Lockdown abgehalten werden soll. So gibt es an der EUFH je Kurs eigene Lehrkonzepte in Bezug auf die Präsenz- und Onlinelehre.

Dank des digitalen Engagements ist die EUFH ist zum drittbesten digitalen Bildungsanbieter Deutschlands gewählt worden. Im Rahmen der Umfrage im September 2020 wurde die Nutzerzufriedenheit zu 115 verschiedenen Anbietern befragt.

HS Bund verlängert bis März

Die Hochschule des Bundes in Brühl setzt ihre digitale Fernlehre bis voraus­sicht­lich März 2021 fort. Ebenfalls digital erfolgen die Durchführung bestimmter Wahlpflichtmodule und die Präsenzphasen zweier Fernstudiengänge. Unabhängig davon wurde das Hygiene- und Vorsorgekonzept am Standort Brühl aktualisiert und gilt fort.

Umgestaltung in der Bundesfinanzakademie

Mit Beginn der Corona-Pandemie hat sich auch die Brühler Bundesfinanzakademie (BFA) rasch auf die neue Lage eingestellt und innerhalb weniger Wochen die Ausbildung der Steuerbeamtinnen und -beamten des höheren Dienstes umgestaltet. Ein erfolgreiches Lernen ohne pandemiebedingte Unterbrechung wurde möglich durch einen intelligenten Mix aus virtuellem Unterricht und digital unterstützten Selbststudienphasen.

Dadurch kann die BFA insbesondere die Führungskräfte gemäß den inhaltlichen und zeitlichen Vorgaben des Steuerbeamten-Ausbildungsgesetzes in den ergänzenden und fortführenden Studien – auch unter den Einschränkungen der Corona-Krise – für ihre Aufgaben praxisbezogen ausbilden.

Sichere IT ist der Schlüssel

Der Schlüssel für die Bewältigung der Anforderungen liegt in einer funktionierenden und sicheren IT für die Lehrenden und die Lernenden. Bei der Funktion geht es insbesondere um die Nutzung von digitalen Lernformen außerhalb der BFA (z. B. im Homeoffice). Bei der Sicherheit geht es um die Einhaltung von Standards für Lernmedien (z.B. Ort des Servers in Deutschland) und Trennung von IT-Netzen der Finanzbehörden.

Die BFA hatte schon einige Zeit vor Beginn der Corona-Krise im Hinblick auf die angesprochenen komplexen Zusammenhänge bei digitalen Lernformen eine Arbeitsgruppe (AG) „Digitales Lernen“ gegründet, bei der hauptamtlich Lehrende und Angehörige der Lehrverwaltung aufeinander abgestimmt optimale Lösungen für die Teilnehmenden sowie Finanzverwaltungen der Länder und des Bundes entwickeln und die Realisierung aus einer Hand steuern.

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Genitalverstümmelung für Grundschüler?

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Auf dem Zugang zum virtuellen Klassenzimmer befinden sich Medienempfehlungen für den Unterricht. Diese stieß einer Brühler Mutter negativ auf.

Brühler Mutter eines Grundschulkindes in Erklärungsnot

Seit einigen Tagen haben Eltern und ihre schulpflichtigen Kinder einen neuen Zugang für die Lernplattform NRW. Dieser ist datenschutzkonform und per ID eingebunden in die Medienseite des Landes NRW.

Bevor man per Videokonferenz zum virtuellen Klassenzimmer kommt, gibt es sogenannte Medienempfehlungen auf der Homepage.

Medienempfehlungen

Themen sind z.B. der Weltkrebstag, der Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft oder der internationale Darwin-Tag. Nichts, was zu Kritik Anlass geben würde, doch zu Beginn des neuen Videokonferenz-Zugangs stellte eine Brühler Mutter befremdlich fest, dass es auch eine Medienempfehlung zum Internationalen Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung gegeben hat.

Mutter in Erklärungsnot

„Dies war erst ein Mal ein Schock für mich“, sagte die Mutter der schulpflichtigen Kinder. „Wie soll ich einem Grundschulkind bitte erklären, was es mit diesem Tag auf sich hat und was eine Genitalverstümmelung ist.“ Natürlich hält sie das Thema für wichtig, doch erst ab einem bestimmten Alter sollte es schulisch behandelt werden.

Die Betreiber der Lernplattform des Landes haben mittlerweile auf die Kritik reagiert und das nicht gerade kind-konforme Thema von der Seite genommen.

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