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Bezirksregierung Köln verdoppelt Homeoffice-Angebot

REGIONAL.report Redaktion

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Die Bezirksregierung Köln hat die Voraussetzungen zur Arbeit vom Heimarbeitsplatz überarbeitet und modernisiert. Zukünftig ist bis auf wenige Ausnahmen Telearbeit auf allen Arbeitsplätzen möglich.

Im Vergleich zum Vorjahr können mehr als doppelt so viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Behörde von zu Hause arbeiten. Rund 77% der insgesamt 2000 Beschäftigten sind aktuell für eine Tätigkeit im Homeoffice technisch ausgestattet. Tendenz weiter steigend. Im Februar 2020 waren es noch 33% der Beschäftigten.

Die Ausstattung der Arbeitsplätze in den Dienstgebäuden ist so gestaltet, dass sie flexibel nach vorher intern abgestimmten Konzepten getauscht werden können.

Unabhängig von einer regelmäßigen Telearbeit, können außerdem zukünftig alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter pro Jahr 12 Tage Homeoffice nutzen. So können beispielsweise Termine am Wohnort abgedeckt werden, ohne dass dafür ein kompletter Urlaubstag eingesetzt werden muss.

Durch die erhöhte Flexibilität und die Ausweitung der Telearbeitsmöglichkeiten leistet die Bezirksregierung Köln einen großen Beitrag zur Eindämmung des Covid-19 Virus. Neben der Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird die Behörde durch die Reduzierung des Pendelverkehrs auch ihrer Verantwortung als Umweltbehörde gerecht.

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1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

REGIONAL.report Redaktion

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In diesem Jahr steht das bundesweite Veranstaltungsprogramm #2021JLID – Jüdisches Leben in Deutschland im Mittelpunkt des kulturellen Lebens. Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) unterstützt mit MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier und dem LVR-KULTURHAUS Landsynagoge Rödingen das Projekt. Es finden unterschiedlichen Veranstaltungen statt, die die 1700-jährige Geschichte und Gegenwart des jüdischen Lebens in Köln und im Rheinland sichtbar machen. Um in ganz Nordrhein-Westfalen Akzente zu setzen, hat der LVR in Kooperation mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe ein vielschichtiges Programm aufgelegt.

„Mit unserem breitgefächerten Engagement in diesem Themenjahr zeigen wir die Bedeutung der 1700-jährigen jüdischen Kultur und Geschichte für das Rheinland, für Deutschland und Europa. Mit Kultur-, Bildungs- und Vermittlungsangeboten treten wir gleichzeitig den allgegenwärtigen antisemitischen Herausforderungen der Gegenwart entgegen“, so LVR-Direktorin Ulrike Lubek.

„Die Gründe, sich der Geschichte von Jüdinnen und Juden im Rheinland zu stellen und diese in unser aller Bewusstsein zu rufen, sind für den Landschaftsverband Rheinland evident“, ergänzt Milena Karabaic, LVR-Dezernentin Kultur und Landschaftliche Kulturpflege. „Jüdische Geschichte und Kultur bewahren, erforschen, präsentieren und vermitteln ist seit mehr als 30 Jahren ein Eckpfeiler der Kulturpolitik des LVR. Dies manifestiert sich neben zahlreichen Kooperationen und finanziellem Engagement dauerhaft sichtbar im LVR-KULTURHAUS Landsynagoge Rödingen und zukünftig im MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier.“

Im Jubiläumsjahr bereichert der LVR die Aktivitäten mit folgendem Programm:

Wanderausstellung „Menschen, Bilder, Orte – 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“
Die Wanderausstellung „Menschen, Bilder, Orte – 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ ist ein Projekt des MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier und wird gefördert von der LWL-Kulturstiftung. Die Ausstellung gastiert ab März an fünf Orten in NRW. Der Start wird in der Alten Synagoge – Haus jüdischer Kultur in Essen sein. Es folgen das LWL-Landeshaus in Münster (Mai/Juni) und das LVR-Landeshaus in Köln (Juli/August). Den Abschluss bilden die Stationen im LVR-Niederrheinmuseum in Wesel (August/Oktober) und im Museum für Kunst und Kulturgeschichte in Dortmund (Oktober/Dezember).
Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen bedeutende und weniger bekannte Persönlichkeiten, die mit ihren Biographien und Lebenswegen markante Ereignisse und Epochen jüdischer Geschichte und Kultur in Deutschland spiegeln. In den Themen „Recht und Unrecht“, „Leben und Miteinander“, „Religion und Geistesgeschichte“ sowie „Kunst und Kultur“ werden die 1700-jährige Geschichte und Geistesgeschichte des Judentums in Deutschland erfahrbar.

MiQua zu Gast im Kolumba
Eine gemeinsam von MiQua und Kolumba – Kunstmuseum des Erzbistums Köln kuratierte Ausstellung befindet sich in Vorbereitung und wird anhand hochkarätiger Exponate aus dem In- und Ausland Themen, Entwicklungen und Zäsuren aus 1700 Jahren jüdischer Geschichte und Kultur skizzieren. Die Schau ist von September 2021 bis August 2022 geplant.

Das Edikt von 321 – Die Publikation
Das historische Fundament des ganzen Festjahres ist ein kaiserliches Gesetz aus dem Jahr 321 nach Christus. Konstantin verfügt in diesem an den Stadtrat in Köln gerichteten Edikt, dass Juden in öffentliche Ämter berufen werden dürfen – mithin die früheste Quelle zu jüdischem Leben nördlich der Alpen. Zu diesem Edikt hat das MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln den einführenden Text „Das Dekret von 321: Köln, der Kaiser und die jüdische Geschichte“ in Deutsch und Englisch veröffentlicht. Diese Publikation kann beim MiQua kostenfrei angefordert werden.
Bestelladresse: MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier, Augustinerstr. 10-12, 50667 Köln oder per Mail an: miqua@lvr.de

Vorträge und Veranstaltungen
Als Online-Veranstaltung lesen Prof. Dr. Elisabeth Hollender und Prof. Dr. Efrat Gal-Ed am 12. April Originaltexte aus dem Amsterdam-Machsor, einem der Hauptexponate im zukünftigen LVR-Museum MiQua. Einen „Autobiografischen Abend. Geschichten von und über den Juwelier Fritz Deutsch“ bestreitet Dr. Klaus Grosspeter am 6. Mai in der Synagogen-Gemeinde Köln. Prof. Dr. Hanna Liss referiert am 10. Juni zum Thema „Die jüdischen Gesetze zur rituellen Reinheit: damals und heute“ in den Römerthermen Zülpich – Haus der Badekultur. In weiteren Vorträgen analysiert Prof. Werner Eck am 7. Oktober im Wallraf-Richartz Museum, wie die Juden bis an den Rhein kamen und die historischen Umstände, die zum Edikt von 321 führten. Am 18. November gibt Dr. Christiane Twiehaus in der Synagoge Stommeln einen Überblick über 1000 Jahre „Synagogenarchitektur in Deutschland“.
Katalin Fischer liest am 27. Oktober in der Universität Bonn aus ihrem Familienepos „Die Fischers, die Hamburgers und die Bánds“. MiQua und die Antoniterkirche Köln laden am 18. August zu einem Konzert von und mit Aron und Olga Proujanski ein. Zu einem Künstlergespräch trifft sich der russisch-deutsche Maler Yury Kharchenko im Praetorium am 5. Oktober mit Kay Heymer, Rita Kersting und Prof. Dr. Micha Brumlik.

Kooperationsprojekte mit Hochschulen
In Zusammenarbeit mit dem Institut für Jüdische Studien der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf werden in einer wissenschaftlichen Fachtagung am 12./13. April aktuelle Fragestellungen zu Vergangenheit und Gegenwart jüdischen Lebens in Deutschland in einem interdisziplinären Diskurs beleuchtet. Dabei sollen unterschiedliche soziale Phänomene und Themen aus Politik und Geschichte, Kultur und Religion erörtert werden. Diese Fachtagung findet online statt und ist für alle Interessierten geöffnet. Infos in Kürze unter https://miqua.blog/
Im Sommersemester 2021 kooperiert MiQua mit deutschen Universitäten zu folgenden Themen: Das Archäologische Institut der Uni Köln bietet das Seminar „Archäologische Quellen zum jüdischen Kulturerbe des ersten Jahrtausends“ an. Das Institut für Jüdische Studien der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf fragt nach „Schriftlichkeit und Liturgie der mittelalterlichen jüdischen Gemeinde in Köln“ und die Studiengänge Public History der Freien Universität Berlin und der Universität zu Köln untersuchen „Theorien und Formen der Geschichtsdarstellung“ und beleuchten die Bedeutung von historischem Lernen und Geschichtskultur.

Die Mitmach-Projekte des LVR-KULTURHAUSES Landsynagoge Rödingen
Mit seinem umfangreichen Programm bietet das LVR-KULTURHAUS zahlreiche Mitmach-Möglichkeiten für Kommunen, Vereine, Schulen, Religionsgemeinschaften und alle Interessierten.

Mobile Outdoor-Präsentation zum jüdischen Leben im Rheinland on tour!
Ab Mai 2021 wird eine mobile Ausstellung an verschiedenen Standorten im Rheinland gezeigt, die wichtige Aspekte der rheinisch-jüdischen Geschichte vorstellt. Anknüpfungspunkt ist jeweils die jüdische Geschichte vor Ort. Geplant ist hier die Einbindung lokaler Akteurinnen und Akteure. Die geschulten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des LVR-KULTURHAUS sind anwesend und können informieren und Fragen beantworten. Damit sollen im öffentlichen Raum auch Menschen erreicht werden, die sich sonst mit dem Thema „Jüdisches Leben“ in Vergangenheit und Gegenwart nicht beschäftigen.

Der Instagram-Kanal zum Festjahr: 3…2…1…Los geht‘s!
Mit diesem Titel ist das LVR-KULTUHAUS zum Jahresanfang mit seinem Instagram-Kanal in das Festjahr gestartet. Dreimal pro Woche gibt es hier Lustiges, Ernstes, Historisches oder Mystisches aus der jüdischen Lebenswelt: Biografien und Daten, Feste und Rezepte, Film-, Musik- und Buch-Tipps. Die Vielfalt jüdischen Lebens entdecken bei @landsynagoge

Der Europäische Tag der jüdischen Kultur, Sonntag, 5. September 2021
Gemeinsames Programmheft für Institutionen in ganz NRW

Das LVR-KULTURHAUS Landsynagoge Rödingen ist die erste Institution in NRW, die schon seit 2008 regelmäßig aktiv am „Europäischen Tag der jüdischen Kultur“ (ETdjK) teilnimmt. Der Tag findet in diesem Jahr am 5. September statt. Das LVR-KULTURHAUS initiiert erstmals für das Rheinland und Westfalen ein gemeinsames Veranstaltungsprogramm. Die verschiedenen Initiativen können dort ihre jeweiligen Aktivitäten (Führungen, Ausstellungen, Lesungen, Filmvorführungen) am „Europäischen Tag der jüdischen Kultur“ vorstellen. Es wird ein gemeinsames analoges und digitales Programmheft für die über 40 teilnehmenden Institutionen geben.

Die Projekte des LVR werden durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) umfangreich gefördert.

Kooperation der Landschaftsverbände und der LWL-Kulturstiftung

In Kooperation mit der LWL-Kulturstiftung und dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe wird der Landschaftsverband Rheinland die Idee des Festjahres in die Regionen ganz Nordrhein-Westfalens tragen.

Die Wanderausstellung „Menschen, Bilder, Orte – 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ ist ein Projekt des MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier und der LWL-Kulturstiftung. Sie ist eines von 24 Projekten, die die LWL-Kulturstiftung im Rahmen des Förderschwerpunktes „2021 – Jüdisches Leben in Deutschland“ unterstützt.

Das bundesweite Themenjahr

Initiator und Koordinator des Festjahres ist der in Köln ansässige Verein „321 – 2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland e. V.“, unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier.

Infos zum Programm bei Monika Grübel, Tel. 02 28 – 98 34 – 226 (LVR-KULTURHAUS Landsynagoge Rödingen) und Michael Jakobs, Tel. 02 21 – 809 – 71 56 (MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier).

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Fußballer fordern Wiederaufnahme des Spielbetriebs

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Seit dem 30. Oktober 2020 ist der Spielbetrieb in den Kreisen des Fußball-Verbandes Mittelrhein (FVM) unterbrochen. Die Kunst-, Rasen- und Aschenplätze der über 1.000 Vereine sind abgeschlossen. Noch. Denn der Verband will die Saison in den Amateurligen zu Ende spielen. Ende Juni 2021 soll es sportliche Sieger und Verlierer geben.

Saison-Restart: Fünf Grundsätze

Der FVM hat fünf Grundsätze erarbeitet, nach denen die Spielzeit für alle Seniorenteams sportlich zu Ende gebracht werden soll, wenn die Landesregierung NRW eine Rückkehr bis Anfang Mai ermöglicht:

  • Der Spielmodus soll in eine einfache Runde statt Hin- und Rückrunde geändert werden.
  • Die Saison endet am 30.Juni 2021.
  • Die Saison wird mit dem Spieltag fortgesetzt, an dem sie Ende Oktober unterbrochen worden ist.
  • Der FVM strebt eine einheitliche Wertung der Staffeln an.
  • Der FVM will einen Herren- und Frauenpokalsieger ermitteln, der an der ersten DFB-Pokalrunde teilnimmt.

Perspektive für Breitensport

Zudem fordert der Verband, dem Freizeit- und Breitensport eine Perspektive aufzuzeigen. Insbesondere für Kinder und Jugendliche müsse eine Möglichkeit geschaffen werden, sukzessive wieder auf die Sportanlagen zurückzukehren. FVM-Vorsitzender Bernd Neuendorf: „Der Sport muss wieder in Bewegung kommen.“ Der FVM ist mit über 380.000 Mitgliedern und 1.115 Vereinen der siebgrößte der 21 Landesverbände des DFB.

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NRW übernimmt Schulgeld für Auszubildende

REGIONAL.report Redaktion

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Die rund 8.400 Schülerinnen und Schüler sowie Auszubildenden in Gesundheitsberufen in Nordrhein-Westfalen müssen ab sofort kein Schulgeld mehr aus der eigenen Tasche bezahlen. Das Land übernimmt rückwirkend zum 1. Januar dieses Jahres die Kosten. „Dass Auszubildende in Gesundheitsberufen für ihre Ausbildung an den Schulen noch selbst bezahlen mussten, war uns schon lange ein Dorn im Auge“, erklären die beiden CDU-Landtagsabgeordneten aus dem Rhein-Erft-Kreis, Gregor Golland und Romina Plonsker. „So leisten wir einen weiteren Beitrag zur Attraktivitätssteigerung für die so wichtigen Gesundheitsberufe.“

43,2 Millionen Euro stellt Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) für die Schulgeldfreiheit in diesem Jahr zur Verfügung. Nordrhein-Westfalen ist damit Vorreiter in Deutschland. Schon seit dem 1. September 2018 hatte das Land 70 Prozent des bisher teilweise von den Schülerinnen und Schülern und den Auszubildenden in den Gesundheitsfachberufen erhobenen Schulgeldes übernommen. Der vollständige Erlass des Schulgeldes betrifft im Einzelnen die Schülerinnen und Schüler sowie die Auszubildenden in der Ergotherapie, Logopädie, den Berufen in der Physiotherapie, Podologie, Pharmazeutisch-Technischen Assistenz (PTA) und Medizinisch-Technischen Assistenz (MTA). Den Schulen entstehen durch den Wegfall des Schulgeldes ihrer Schülerinnen und Schüler kein Einnahmeausfall, da das Land das Schulgeld für sie weiter zahlt.

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Den Opfern Namen, Gesicht und Würde gegeben

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Aus Zahlen werden Schicksale. „Wir möchten den Opfern Namen und Gesicht und damit ihre Würde wiedergeben.“ Das war das Motiv für eine Kooperation zwischen dem Rhein-Sieg-Kreis und dem Landschaftsverband Rheinland (LVR), aus dem jetzt eine Publikation hervorging. Erstmals wurden die NS-Medizinverbrechen auf dem Gebiet des alten Sieg-Kreises erforscht. Über 200.000 Menschen starben durch die nationalsozialistische „Euthanasie“. Die Zahl jener, die durch Zwangssterilisierung oder unmenschliche Experimente in den Konzentrationslagern und anderen Einrichtungen psychische und physische Schäden erlitten ist noch viel höher.

Verbrechen vor Ort erforscht

An Rhein und Sieg erforschten Dr. Helmut Rönz und Dr. Ansgar Klein die Einzelschicksale und das verbrecherische System vor Ort. Denn auch auf lokaler und regionaler Ebene waren die zuständigen Verwaltungen in die Verbrechen verstrickt. Für die Aufarbeitung der zwangsweise durchgeführten Sterilisationen boten die fast lückenlosen Überlieferungen im Archiv des Rhein-Sieg-Kreises entsprechende Voraussetzungen. Bei den staatlich legitimierten und geförderten Tötungen ist die Quellenlage laut Historiker Klein hingegen schwierig. Die Studie beleuchtet auch den schwierigen Kampf um Anerkennung und Entschädigung nach 1945.

Das Buch „Euthanasie“, Zwangssterilisationen, Humanexperimente. NS-Medizinverbrechen an Rhein und Sieg ist im Böhlau-Verlag erschienen.

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Die Neustarthilfe startet

REGIONAL.report Redaktion

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Soloselbständige, die im Rahmen der Überbrückungshilfen III keine Fixkosten geltend machen, aber dennoch stark von der Corona Krise betroffen sind, können einmalig eine Neustarthilfe von bis zu 7.500 Euro erhalten. Anträge können ab heute über ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de gestellt werden.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz: „Die Pandemie stellt uns alle vor enorme Herausforderungen. Besonders schwierig ist die Situation für viele Soloselbstständige. Deshalb ist mir sehr wichtig, dass wir jetzt mit der Neustarthilfe eine zielgenaue Unterstützung für Soloselbstständige geschaffen haben. Ab heute können die Anträge dafür gestellt werden, damit möglichst rasch das Geld bei den Soloselbstständigen ankommt. Darum geht es jetzt: Schnell und effektiv die Hilfen bereit zu stellen, damit sie dort ankommen, wo sie gebraucht werden.“

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier: „Mit der Neustarthilfe entwickeln wir unser Corona-Hilfspaket weiter. Soloselbständige sind von den bestehenden Einschränkungen häufig besonders schwer betroffen, können aber aufgrund geringer betrieblicher Fixkosten nur eingeschränkt Überbrückungshilfen beantragen. Für sie gibt es jetzt die Neustarthilfe. Für die Verwendung der Neustarthilfe gibt es keine Vorgaben. Sie wird nicht auf die Grundsicherung angerechnet.“

Kulturstaatsministerin Monika Grütters: „Die Neustarthilfe ist das zentrale Hilfsangebot für Künstlerinnen, Künstler und Kreative im Rahmen der Überbrückungshilfe III. Ich danke meinen Kabinettskollegen dafür, dass die komplexe Lebenswirklichkeit im Kulturbereich sich nun explizit in den Förderbedingungen widerspiegelt und dort die größte finanzielle Not gelindert werden kann. Dies betrifft neben den Soloselbständigen vor allem die kurz befristet Beschäftigten in den darstellenden Künsten, die erstmals unmittelbar von den Wirtschaftshilfen des Bundes profitieren. Im Zusammenspiel mit dem Programm „NEUSTART KULTUR“ aus dem Kulturetat können wir so dafür sorgen, dass die kulturelle Infrastruktur und die Vielfalt in Deutschland geschützt werden und ihr wertvoller Beitrag für unser Gemeinwesen nicht verloren geht.“

Höhe der Neustarthilfe: Die Neustarthilfe beträgt einmalig 50 Prozent eines sechsmonatigen Referenzumsatzes, maximal aber 7.500 Euro. Die volle Neustarthilfe wird gewährt, wenn der Umsatz der oder des Soloselbständigen während des Förderzeitraums Januar 2021 bis Juni 2021 im Vergleich zum Referenzumsatz um mehr als 60 Prozent zurückgegangen ist. Der Referenzumsatz ist im Normalfall das Sechsfache des durchschnittlichen monatlichen Umsatzes des Jahres 2019.

Auszahlung: Die Neustarthilfe wird als Vorschuss ausgezahlt. Die Begünstigten verpflichten sich bei Beantragung zu einer Endabrechnung durch Selbstprüfung nach Ablauf des Förderzeitraums. Sollte der Umsatz während der sechsmonatigen Laufzeit bei mehr als 40 Prozent des sechsmonatigen Referenzumsatzes liegen, sind die Vorschusszahlungen anteilig zurückzuzahlen. Liegt der erzielte Umsatz bei 90 Prozent oder mehr, so ist die Neustarthilfe vollständig zurückzuzahlen. Zur Bekämpfung von Subventionsbetrug finden stichprobenhaft Nachprüfungen statt.

Heute ist die Antragstellung für Soloselbständige gestartet, die als natürliche Personen selbständig tätig sind. Antragstellungen für Soloselbständige, die als Personen- oder Kapitalgesellschaften organisiert sind, starten in Kürze.

Die Neustarthilfe wird wie die anderen Zuwendungen aus der Überbrückungshilfe als steuerbarer Zuschuss gewährt und nicht auf die Grundsicherung angerechnet.

Weitere Details der Neustarthilfe, zum Beispiel zur Anrechenbarkeit von Einnahmen und Umsätzen, werden in den FAQs erläutert.

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Evonik stärkt strategische Partnerschaft mit BioNTech

REGIONAL.report Redaktion

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Evonik investiert kurzfristig in die Produktion von Lipiden für mRNA-basierte Impfstoffe an seinen Standorten Hanau und Dossenheim. Bereits in der zweiten Jahreshälfte sollen dort im Rahmen einer Partnerschaft mit dem Impfstoffhersteller BioNTech kommerzielle Mengen produziert werden. Evonik leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Liefersicherheit des Pfizer-BioNTech Impfstoffs gegen Covid-19. 

„Die Pandemie erfordert entschlossenes Handeln“, sagt Evonik-Chef Christian Kullmann. „Wir machen daher alles möglich, um unsere Partner mit kritischen Lipiden zu beliefern. Zugleich bauen wir unsere Kompetenzen und Kapazitäten entlang der gesamten Wertschöpfungskette aus.“

Die Lipide sind für die Herstellung hoch wirksamer mRNA-basierter Impfstoffe zwingend erforderlich. Nur mit einer Steigerung der Lipid-Produktion lässt sich auch die Herstellung des Impfstoffs weiter erhöhen. Evonik und der Impfstoffhersteller BioNTech bauen damit ihre strategische Partnerschaft weiter aus.

Bei mRNA-basierten Impfstoffen ist die mRNA in einem aus verschiedenen Lipiden zusammengesetzten Lipidnanopartikel (LNP) eingeschlossen. Der LNP schützt die mRNA und bringt sie sicher in die Zelle. Dort wird sie freigesetzt, damit die Impfung ihre Wirkung entfalten kann. Auf dem Gebiet dieser so genannten Drug-Delivery-Technologie, zu denen auch die Lipidnanopartikel zählen, ist Evonik seit Jahrzehnten führend und kooperiert weltweit mit den Herstellern und Entwicklern verschiedener Arzneimittel.

Das Essener Unternehmen ist einer der wenigen integrierten Entwicklungspartner für genbasierte Therapieansätze. Von Anfang an war Evonik daher an verschiedenen Projekten zur Entwicklung von Impfstoffen gegen Covid-19 beteiligt.  

„Mit der Partnerschaft mit BioNTech bauen wir unsere führende Position als integrierter Entwicklungspartner in Zell- und Gentherapien konsequent weiter aus“, sagt Thomas Riermeier, Leiter des Geschäftsgebiets Health Care bei Evonik. Das umfasst die Vermarktung spezieller pharmazeutischer Hilfsstoffe, etwa Lipide, ebenso wie die Entwicklung von Formulierungen, also die Kombination von Hilfsstoffen und Wirkstoffen. Zugleich stellt Evonik auch klinische Prüfmuster her und investiert in den Ausbau der eigenen Produktion kommerzieller Mengen bis hin zur Abfüllung. 

Der Impfstoff, der auf BioNTechs unternehmenseigener mRNA-Technologie basiert, wurde von BioNTech und Pfizer zusammen entwickelt. BioNTech ist Inhaber der Marktzulassung in der Europäischen Union und der Inhaber von Notfallzulassungen oder gleichwertigen Zulassungen in den USA, dem Vereinigten Königreich, Kanada und anderen Ländern im Vorfeld eines geplanten Antrags auf vollständige Marktzulassung in diesen Ländern. Das Health-Care-Geschäft, zu dem auch die Produkte, Dienstleistungen und Technologien für Zell- und Gentherapien gehören, zeichnet sich seit Jahren durch kräftiges Wachstum und hohe Innovationskraft aus. Das Potential genbasierter Therapieansätze hat Evonik frühzeitig erkannt. So entwickelt und formuliert das Spezialchemieunternehmen bereits Lipid-Nanopartikel im kanadischen Burnaby und betreibt eine Anlage zur Produktion und Abfüllung kommerzieller Mengen in Birmingham im US-Bundesstaat Alabama. „Mit der Akquisition der in Burnaby ansässigen Transferra Nanosciences haben wir 2016 gezielt in diese vielversprechende Technologie investiert“, erklärt Riermeier. Mit dem Zukauf von Wilshire Technologies, einem amerikanischen Hersteller von Hilfsstoffen pflanzlichen Ursprungs für die pharmazeutische Industrie, wurde das Portfolio Anfang 2020 weiter ausgebaut. Dazu zählt auch PhytoChol®, ein pflanzliches Cholesterol, das in vielen pharmazeutischen Produkten genutzt wird. 

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Rheinische Werkstätten sind sicher in Pandemie-Zeit

REGIONAL.report Redaktion

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Gut 82 Prozent der Werkstattbeschäftigten mit Behinderung arbeiten in der Werkstatt oder nutzen ein Teilhabeangebot in der eigenen Wohnung oder Wohneinrichtung / Niedrige Infektionszahlen bei Beschäftigten und Fachkräften / LVR verlängert flexible Regelungen bis zum 7. März 2021

Den Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) im Rheinland gelingt es trotz der Pandemie-Zeiten gut, für die Beschäftigten mit Behinderung Teilhabe an Arbeit zu ermöglichen und gleichzeitig den Infektionsschutz umzusetzen. Das belegen die Zahlen einer aktuellen Umfrage des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) unter den 44 Werkstätten für behinderte Menschen im Rheinland.

Gut 82 Prozent (28.000) der rund 34.000 beschäftigten Menschen mit Behinderung nutzten Ende Januar das Teilhabeangebot der Werkstätten im Rheinland: Rund 60 Prozent waren in den regulären Betriebsstätten der Werkstatt tätig, rund zwölf Prozent nutzten ein Teilhabeangebot der Werkstatt in der eigenen Wohnung beziehungsweise rund zehn Prozent in ihrer Wohneinrichtung. Rund 1,5 Prozent der Beschäftigten befanden sich zum Zeitpunkt der Umfrage in Quarantäne, rund 16 Prozent waren aus anderen Gründen (Urlaub und Krankheit ohne Corona-Bezug oder auf eigenen Wunsch hin) nicht in der Werkstatt. Nur etwa ein Prozent haben derzeit (noch) nicht das Teilhabeangebot, das sie benötigen und wünschen. Insgesamt sind die Infektionszahlen in den WfbM nach wie vor sehr niedrig: Nur jeweils rund 0,3 Prozent der Beschäftigten und der Fachkräfte sind derzeit positiv auf Corona getestet.

„Wir freuen uns sehr, dass es derzeit so gut gelingt, gleichzeitig Teilhabe zu ermöglichen und Pandemie-Schutz sicher zu stellen“, erklärt LVR-Sozialdezernent Dirk Lewandrowski. Der LVR fühle sich bestätigt in dem gemeinsam mit den Werkstätten, den Beschäftigten und dem Land NRW entwickelten Kurs, das Recht auf Arbeit und Teilhabe auch unter schwierigen Rahmenbedingungen umzusetzen. „Die übergroße Mehrheit der Menschen mit Behinderung nimmt dieses Angebot an. Auch die geschaffenen Flexibilisierungsmöglichkeiten etwa zur „Heimarbeit“ – also ein Beschäftigungsangebot im eigenen Zuhause – werden genutzt“, so Lewandrowski.

Wenn im Einzelfall Menschen mit Behinderung im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie aufgrund gesundheitlicher Sorgen ganz auf die Werkstatt-Beschäftigung verzichten, ermöglichen LVR und Werkstätten flexible Lösungen: Eine Rückkehr in die Werkstatt ist nach Beendigung der Lockdown-Maßnahmen ebenso möglich wie ein neues Gesamtplanverfahren, um zu überprüfen, welche Unterstützungsbedarfe in Zukunft individuell gewünscht und erforderlich sind. Die aktuellen Corona-Regelungen wurden auf Bundesebene zunächst bis zum 7. März 2021 verlängert. Ein Betretungsverbot für die WfbM ist weiterhin nicht zu erwarten. Der LVR verlängert daher auch seine für die Dauer des Lockdowns formulierten und flexiblen Regelungen in Absprache mit dem NRW-Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales und dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe zunächst ebenfalls bis zum 7. März 2021. Dies ermöglicht in bewährter Weise sowohl dem Gesundheitsschutz Rechnung zu tragen als auch die Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben in anderer Form an anderem Ort zu erbringen.

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Euskirchen Kreis

Den zukünftigen Abiturienten läuft die Zeit davon

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Die Landeselternschaft fordert von Schulministerin Yvonne Gebauer eine Verschiebung der Abiturprüfungen. (Foto: Ministerium für Schule und Bildung)

Die Landeselternschaft der Gymnasien in NRW hat sich in einer Blitzumfrage an die zukünftigen Abiturienten gewandt. Die Eltern wollten wissen, wie lange der Distanzunterricht für ihre Prüfungsvorbereitungen unproblematisch ist. Ergebnis: Den zukünftigen Abiturienten läuft die Zeit davon.

Zurück in die Schule

Rund 60 Prozent der Befragten lehnen eine Verlängerung des Distanzunterrichts ab. Vor allem mit Blick auf die immer näher rückenden Abiturprüfungen drängen Zwei Drittel zurück in die Schule und fordern einen späteren Termin der Prüfungen. „Wir setzen uns dafür ein, dass sich die Prüflinge gut vorbereiten können. Ein Präsenzunterricht für diesen Jahrgang ist vorzuziehen, um auch in der Gruppe Fragen klären zu können“, sagte Jutta Löchner, Vorsitzende der Landeselternschaft.

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Highlightfilm der Streamingsitzung 2021

Video-Redaktion

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Du hast die Streamingsitzung verpasst oder möchtest Dir die Highlights des Abends nochmal ansehen? Dann haben wir einen Highlightfilm der Sitzung für Euch zusammengestellt. Viel Spaß beim Anschauen!

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IHK-Forum Blauer Teppich

Jahresvollversammlung ganz anders

REGIONAL.report Redaktion

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Fotomotiv: Premiere: Die IHK Aachen lädt am 9. März auf den Blauen Teppich. Grafik: IHK Aachen

Neu, modern, interaktiv: Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen
lädt am Dienstag, 9. März, 11:00 Uhr, auf den Blauen Teppich. Das erste
digitale IHK-Forum ist das Nachfolgeformat der traditionellen
Jahresvollversammlung. Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft
diskutieren öffentlich, wie unsere Region fit für die Zukunft wird. Im Fokus
stehen die Entwicklung der Innenstädte und der Strukturwandel in Aachen,
Düren, Euskirchen und Heinsberg.
„Der Blaue Teppich ist wie unsere bisherige Jahresvollversammlung die
zentrale Premium-Veranstaltung der IHK Aachen. Wir wollen damit Impulse
geben und den Austausch relevanter Akteure vor Ort fördern und fordern“,
sagt IHK-Präsidentin Gisela Kohl-Vogel. „Dazu laden wir alle ein, denen die
Zukunft unserer Region am Herzen liegt.“ Geplant sind neben einer
Podiumsdiskussion, die live im Internet übertragen wird, zahlreiche
individuelle und öffentliche Interaktionsmöglichkeiten zwischen den
Teilnehmern der Online-Veranstaltung.
„Austausch und Kommunikation stehen im Mittelpunkt unseres neuen IHKForums“, betont Hauptgeschäftsführer Michael F. Bayer. „Wir wollen mit
unseren Gästen über ihre und unsere Meinungen, Vorschläge und
Konzepte sprechen: Wie werden unsere Innenstädte attraktiver? Welche
Chancen bietet die Energiewende? Wie schaffen wir zusätzliche und
zukunftssichere Arbeitsplätze? Das sind gewaltige Herausforderungen, die
wir jetzt gemeinsam anpacken müssen.“
Wer an dem ersten digitalen IHK-Forum am 9. März teilnehmen möchte,
kann sich unter www.blauerteppich.de kostenfrei anmelden. Alle
registrierten Gäste werden für die Live-Übertragung ab 11:00 Uhr
freigeschaltet und können sich anschließend mit anderen Teilnehmern und
Vertretern der IHK Aachen digital austauschen.

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